Mo
04
Apr
2011
Amazon cloud drive - 5 GB Onlinespeicher kostenlos
Vor Kurzem hat amazon einen Online-Speicher gestartet. Ganz trendbewusst hat amazon diesen Dienst "cloud drive" genannt. Ganze 5 GB bekommt man hier kostenlos. Mehr Speicher ist dann kostenpflichtig - 1$ pro GB und Jahr , also z.B. 20GB für 20$ im Jahr. Grund genug, mir den Dienst mal anzuschauen. Wenn man bereits amazon-Kunde ist, geht alles ganz schnell. Einfach hier mit der Emailadrese und dem Passwort anmelden. Das cloud drive kann man nutzen, um Dateien online zu speichern. Über den Browser kann man die Dateien hochladen. Dabei kann man mehrere Dateien markieren, die dann nacheinander hochladen kann. Das ist schon gar nicht so schlecht, geht mir aber noch nicht weit genug. Zum Beispiel kann man keine ganzen Ordner hochladen. Die Ordner müssen vorher manuell im cloud drive angelegt werden. Das kann ziemlich nervig sein, wenn man seine Dateien in vielen Ordner und Unterordnern organisiert hat. Wenn man die gleiche Datei mehrmals hochlädt, wird die alte Datei nicht überschrieben, sondern die neueste Version jeweils durchnummeriert. Das kann zwar von Vorteil sein, weil man dann nicht vesehentlich etwas löschen kann, wird aber dann nervig, wenn man immer nur die aktuellste Version einer Datei gespeichert haben möchte. Hier hätte ich eine Abfrage, ob die Datei überschrieben werden soll, sinnvoll gefunden.
Möchte man eine der hochgeladenen Dateien öffnen, muss man sie erst herunterladen. Ich konnte auch keine Möglichkeit finden, das cloud drive als virtuelles Laufwerk auf meinem Rechner einzubinden.
Wahrscheinlich steht für amazon auch nicht das Speichern irgendwelcher Dateien im Vordergrund. Im cloud dive integriert ist der sogenannte cloudplayer. Wenn man über Amazon mp3s kauft,werden diese automatisch auf das cloud drive geladen. Mit dem Player kann man sich die Musik an jedem Rechner mit Internetanschluss anhören. Das geht auch mit eigenen mp3s, die auf das CloudDrive hochgeladen wurden. Allerdings geht das zur Zeit nur für US-Kunden.
Fazit: Überzeugt hat mich das cloud drive nicht. Es ist einfach zu unkomfortabel. Zumindest dann, wenn man Dateien hochladen möchte, auf die man öfter Zugriff haben muss oder die man sogar bearbeiten möchte. Das cloud drive eignet sich daher in meinen Augen nur als Backup System für Dateien, die man archivieren möchte. Aber da gibt es (bessere) Alternativen wie zum Beispiel das ebenfalls kostenlose Google Docs oder das HiDrive von Strato.
Denjenigen, die Dateien online speichern möchten, auf die sie öfter zugreifen, empfehle ich Dropbox. Die Dateien werden lokal auf dem eigenen Rechner gespeichert und synchronisieren sich bei einer Änderung automatisch mit dem Online Speicher.
Mehr zum Thema Dateien online speichern gibt’s im Artikel Dateien online speichern.
Kommentare: 2
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#1
Ich glaube auch, dass es die Absicht von amazon ist, dass dieser Dienst vorwiegend für Musik genutzt werden soll. Was sich ja nicht zuletzt daran zeigt, dass bei amazon gekaufte mp3s nicht auf den Speicher angerechnet werden. Für Dokumente etc gibt es sicher viele (deutlich bessere) Alternativen. Für Musik jedoch ist dieses Konzept bisher einzigartig und sehr gelungen.
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#2
Ja, das sehe ich auch so. Der Mehrwert ist in diesem Fall der cloud player mit dem man die eigene Musik online streamen kann. Aber solange der für deutsche Kunden noch nicht verfügbar ist, fehlt der Mehrwert.
Die Funktion, dass gekaufte mp3s automatisch auf das cloud drive übertragen wird, hat amazon auch schon gleich den Unmut der Musikindustrie auf sich gezogen. Mal sehen wie das weiter geht. 



